

Dass Diabetes das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht, ist seit Langem bekannt. Neuer ist die Erkenntnis über das Ausmaß der Risikoerhöhung. Britischen Wissenschaftlern zufolge liegt es beinahe doppelt so hoch wie bei stoffwechselgesunden Menschen.
Rund 700.000 Personen wurden im Rahmen einer Studie auf den Zusammenhang zwischen Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten analysiert.
Ausgewertet wurden individuelle Krankenberichte, die im Rahmen von insgesamt 102 Überwachungsstudien gesammelt worden waren. Die Ergebnisse zeigten, dass Diabetes die Risiken einer Vielzahl von Blutgefäßerkrankungen nahezu verdoppelt. Den Studienautoren zufolge unterstreicht der Befund die Notwendigkeit, angesichts der weltweit zunehmenden Erkrankungen, Diabetes zu vermeiden. Überraschend war für sie, dass die negativen Auswirkungen des Diabetes nur zu einem geringen Teil durch Blutfettwerte, Blutdruck und Fettleibigkeit erklärt werden konnten. Dies deute an, dass Diabetes seine Schädlichkeit über zusätzliche Wege ins Spiel bringe, die es weiter zu erforschen gelte.
Quelle: DAZ, 08.07.2010 / Lancet 2010

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