

Wer viel Obst isst und mit Fruchtzucker gesüßte Lebensmittel, kann Bluthochdruck entwickeln. Das könnte vor allem für Diabetiker wichtig sein, deren Diätprodukte oft Fruktose enthalten.
Jeder fünfte erwachsene Westeuropäer leidet unter Bluthochdruck. Die Forschung ist deshalb bemüht, weitere Risikofaktoren zu entdecken und basierend auf diesen Erkenntnissen Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, um diese Pandemie einzugrenzen.
Wissenschaftler des University of Colorado Denver Health Sciences Center haben deshalb Daten der National Health and Nutrition Examination Survey analysiert. Dabei lag ihr Augenmerk vor allem auf Bluthochdruck und Fruchtzuckerkonsum. Sie gingen davon aus, dass der Anstieg der Hypertoniezahlen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts auch damit zusammenhängt, dass immer mehr Fertiglebensmittel mit Fruchtzucker gesüßt sind. Die Experten unter der Leitung von Diana Jalal untersuchten genau, welche und wie viele mit Fruchtzucker gesüßten Nahrungsmittel und Getränke die Probanden im Laufe von drei Jahren zu sich genommen hatten.
Es zeigte sich ein enger Zusammenhang zwischen Fruchtzuckerkonsum und Hypertonie. Diejenigen, die mehr als 74 Gramm Fruchtzucker (das entspricht etwa zweieinhalb Gläsern gesüßter Getränke) täglich konsumierten, wiesen Blutdruckwerte auf, die 26 bis 77 Prozent höher lagen als der Normalwert von 120 zu 80 mmHg.
„Unsere Studie identifiziert damit einen potenziellen Risikofaktor für Bluthochdruck“, erklärt Diana Jalal. Allerdings müssten noch weitere Studien den Verdacht erhärten. Interessant dürfte das Studienergebnis vor allem für Diabetiker sein. Zuckerkranke süßen häufig mit Fruchtzucker, weil er den Blutzuckerspiegel wesentlich langsamer ansteigen lässt als der gängige Haushaltzucker aus Rohr oder Rüben. Auch viele Diätlebensmittel für Diabetiker sind mit Fruktose gesüßt.
Quelle: focus.de, 08.07.2010

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